Anaesthetic und anaesthesia: Mittel und Zustand
Anaesthetic ist die Substanz: the dentist gave me a local anaesthetic. Anaesthesia ist die Empfindungslosigkeit: under general anaesthesia. Injiziert wird ein anaesthetic, nie „anaesthesia".
Die Schreibweise folgt der Varietät: britisch anaesthesia und anaesthetic, amerikanisch anesthesia und anesthetic. Ebenso die Präparate — lignocaine (BrE) und lidocaine (AmE) sind ein Medikament, genau wie adrenaline und epinephrine.
Die weiteren Präparate: articaine, mepivacaine, prilocaine, bupivacaine und topisch benzocaine. Dazu ein vasoconstrictor — epinephrine oder felypressin — zur Wirkverlängerung.
Infiltration gegen Block: warum der Unterkiefer schwieriger ist
Infiltration funktioniert, wo der Knochen porös genug ist, dass die Lösung zur Wurzel diffundiert. Im Oberkiefer genügt das, daher die buccal infiltration.
Der Unterkieferknochen ist kompakt, die Lösung passiert ihn nicht. Deshalb braucht es einen nerve block — Betäubung des Nervenstamms vor dem Knocheneintritt: den inferior alveolar nerve block, bei Bedarf mental oder lingual nerve block.
Ergänzende Techniken für schwierige Fälle: intraligamentary injection, intraosseous injection, intrapulpal injection sowie computer-controlled delivery.
Verbrauchsmaterial: anesthetic cartridge oder carpule, eine Nadel mit bestimmtem needle gauge — short oder long needle —, der needle bevel und die obligate aspiration vor der Injektion, um intravasale Applikation zu vermeiden.
Warum die Anästhesie versagt
Die Wirkung wird über vier Größen beschrieben: onset time, duration of action, profound anaesthesia bei vollständiger Wirkung und wear off beim Abklingen. Pulpal anaesthesia und soft tissue anaesthesia sind getrennte Ziele — die Lippe kann taub sein, der Zahn nicht.
Failed anaesthesia ist häufig und hat eine benannte Ursache: ein hot tooth, irreversibel entzündete Pulpa, die auf einen Standardblock nicht reagiert. Patienten berichten lip numbness und tongue numbness als Nebenwirkung, nicht als Ziel.
Sedierung: vier Stufen
- oral sedation — Tablette vor dem Termin
- inhalation sedation — nitrous oxide, auch laughing gas
- intravenous sedation — midazolam oder diazepam
- general anaesthesia — Bewusstlosigkeit, mit anaesthetist
Die ersten drei gehören zur conscious sedation: der Patient bleibt wach. Vor der Vollnarkose gilt nil by mouth, danach folgt recovery.
Auch die Angst gehört hierher: dental anxiety, dental phobia, needle phobia und die mögliche vasovagal syncope — fainting.
Komplikationen: allergic reaction und anaphylaxis, maximum recommended dose, overdose, toxicity, hematoma, post-injection trismus, paresthesia und lip biting — das Kauen auf der tauben Lippe, besonders bei Kindern.
Narkose, Betäubung, Spritze: deutsche Fallen
- Narkose ist ausschließlich general anaesthesia; englisch narcosis bedeutet etwas anderes und kommt zahnmedizinisch nicht vor
- Betäubung beim Zahnarzt ist local anaesthesia, nicht einfach anaesthesia
- Spritze ist injection oder umgangssprachlich shot; syringe ist das Instrument
- Leitungsanästhesie ist nerve block, die Infiltrationsanästhesie infiltration
- Nachlassen ist wear off: the anaesthetic is wearing off
- Taub ist numb, die Taubheit numbness — I'm numb sagt man über die Stelle, nicht über sich
- Vereisung entspricht dem nordamerikanischen freezing, im britischen Englisch unüblich