Zahnaufbau auf Englisch: vom Schmelz bis zum Foramen apicale

Ein Zahn besteht aus vier Geweben und einem Koordinatensystem. Die Gewebe: enamel, dentin, pulp, cementum. Die Koordinaten: die Flächenbegriffe mesial, distal, buccal, lingual, occlusal. Ohne die zweite Gruppe lässt sich kein englischer Befund und kein Behandlungsplan lesen.

Die Liste umfasst 66 Begriffe: Hartgewebe, Krone und Wurzel, Kanalsystem, Okklusalmorphologie, Histologie und Entwicklung sowie alle Flächen- und Richtungsangaben.

Für wen

  • Zahnmedizinstudierende — Vokabular von Atlanten, Histologie und Klausuren
  • Zahnärzte — englische Befunde, Röntgenbilder und Behandlungspläne lesen
  • Zahntechniker — Präparationen und Restaurationsgrenzen beschreiben

Wortliste zum Lernen

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tooth Aussprache: tuːθ Zahn
teeth Aussprache: tiːθ Zähne
enamel Aussprache: ɪˈnæməl Zahnschmelz
dentin Aussprache: ˈdentɪn Dentin
pulp Aussprache: pʌlp Zahnmark
cementum Aussprache: sɪˈmentəm Wurzelzement
crown Aussprache: kraʊn Zahnkrone
anatomical crown Aussprache: ˌænəˈtɒmɪkəl kraʊn anatomische Krone
clinical crown Aussprache: ˈklɪnɪkəl kraʊn klinische Krone
neck Aussprache: nek Zahnhals
cervix Aussprache: ˈsɜːvɪks Zervix des Zahnes
cementoenamel junction Aussprache: sɪˌmentəʊɪˈnæməl ˈdʒʌŋkʃən Schmelz-Zement-Grenze
dentinoenamel junction Aussprache: ˌdentɪnəʊɪˈnæməl ˈdʒʌŋkʃən Schmelz-Dentin-Grenze
root Aussprache: ruːt Zahnwurzel
root canal Aussprache: ruːt kəˈnæl Wurzelkanal
root apex Aussprache: ruːt ˈeɪpeks Wurzelspitze
apical foramen Aussprache: ˈeɪpɪkəl fəˈreɪmen Foramen apicale
accessory canal Aussprache: əkˈsesəri kəˈnæl Seitenkanal
root trunk Aussprache: ruːt trʌŋk Wurzelstamm
furcation Aussprache: fɜːˈkeɪʃən Furkation
bifurcation Aussprache: ˌbaɪfɜːˈkeɪʃən Bifurkation
trifurcation Aussprache: ˌtraɪfɜːˈkeɪʃən Trifurkation
pulp chamber Aussprache: pʌlp ˈtʃeɪmbə Pulpakammer
pulp horn Aussprache: pʌlp hɔːn Pulpahorn
pulp stone Aussprache: pʌlp stəʊn Pulpastein
cusp Aussprache: kʌsp Zahnhöcker
cusp tip Aussprache: kʌsp tɪp Höckerspitze
fissure Aussprache: ˈfɪʃə Fissur
groove Aussprache: ɡruːv Rille
pit Aussprache: pɪt Grübchen
fossa Aussprache: ˈfɒsə Fossa
marginal ridge Aussprache: ˈmɑːdʒɪnəl rɪdʒ Randleiste
cingulum Aussprache: ˈsɪŋɡjʊləm Cingulum
mamelon Aussprache: ˈmæmələn Mamelon
contact point Aussprache: ˈkɒntækt pɔɪnt Kontaktpunkt
embrasure Aussprache: ɪmˈbreɪʒə Embrasur
dentinal tubule Aussprache: ˈdentɪnəl ˈtjuːbjuːl Dentintubulus
odontoblast Aussprache: əʊˈdɒntəblæst Odontoblast
ameloblast Aussprache: əˈmeləblæst Ameloblast
enamel rod Aussprache: ɪˈnæməl rɒd Schmelzprisma
enamel prism Aussprache: ɪˈnæməl ˈprɪzəm Schmelzprisma
predentin Aussprache: priːˈdentɪn Prädentin
primary dentin Aussprache: ˈpraɪməri ˈdentɪn Primärdentin
secondary dentin Aussprache: ˈsekəndəri ˈdentɪn Sekundärdentin
tertiary dentin Aussprache: ˈtɜːʃəri ˈdentɪn Tertiärdentin
tooth germ Aussprache: tuːθ dʒɜːm Zahnkeim
enamel organ Aussprache: ɪˈnæməl ˈɔːɡən Schmelzorgan
dental papilla Aussprache: ˈdentəl pəˈpɪlə Zahnpapille
dental follicle Aussprache: ˈdentəl ˈfɒlɪkəl Zahnfollikel
tooth surface Aussprache: tuːθ ˈsɜːfɪs Zahnfläche
mesial Aussprache: ˈmiːziəl mesial
distal Aussprache: ˈdɪstəl distal
buccal Aussprache: ˈbʌkəl bukkal
labial Aussprache: ˈleɪbiəl labial
facial Aussprache: ˈfeɪʃəl fazial
lingual Aussprache: ˈlɪŋɡwəl lingual
palatal Aussprache: ˈpælətəl palatinal
occlusal Aussprache: əˈkluːzəl okklusal
incisal Aussprache: ɪnˈsaɪzəl inzisal
proximal Aussprache: ˈprɒksɪməl proximal
interproximal Aussprache: ˌɪntəˈprɒksɪməl interproximal
cervical Aussprache: ˈsɜːvɪkəl zervikal
apical Aussprache: ˈeɪpɪkəl apikal
coronal Aussprache: kəˈrəʊnəl koronal
line angle Aussprache: laɪn ˈæŋɡəl Kantenwinkel
point angle Aussprache: pɔɪnt ˈæŋɡəl Punktwinkel

Nützliche Sätze

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Satz Übersetzung Aussprache anhören
The enamel is the hard outer layer of the tooth. Der Zahnschmelz ist die harte äußere Schicht des Zahns.
Underneath the enamel there is dentine. Unter dem Zahnschmelz liegt das Dentin.
The nerve is in the middle of the tooth. Der Nerv liegt in der Mitte des Zahns.
This tooth has three roots. Dieser Zahn hat drei Wurzeln.
The crown is the part you can see above the gum. Die Krone ist der Teil, den man über dem Zahnfleisch sieht.
The decay has gone through the enamel into the dentine. Die Karies ist durch den Schmelz bis ins Dentin vorgedrungen.
The root sits in the bone. Die Wurzel sitzt im Knochen.
Which surface is affected? Welche Fläche ist betroffen?
It's on the biting surface. Es ist auf der Kaufläche.
The cavity is between the two teeth. Das Loch liegt zwischen den beiden Zähnen.
The neck of the tooth is exposed. Der Zahnhals liegt frei.
The pulp is still alive. Die Pulpa ist noch vital.
The tooth is sensitive because the dentine is exposed. Der Zahn ist empfindlich, weil das Dentin freiliegt.
The root canal runs from the crown down to the tip of the root. Der Wurzelkanal verläuft von der Krone bis zur Wurzelspitze.

Zahnaufbau: Besprechung am Sägeschnitt

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Dozent
Take the sectioned molar. Name the layers from the outside in.
Nehmen Sie den geschnittenen Molaren. Benennen Sie die Schichten von außen nach innen.
Student
Enamel, then dentin, then the pulp.
Schmelz, dann Dentin, dann die Pulpa.
Dozent
And on the root?
Und an der Wurzel?
Student
Cementum instead of enamel.
Zement statt Schmelz.
Dozent
Where do those two meet?
Wo treffen die beiden aufeinander?
Student
At the cementoenamel junction — the neck of the tooth.
An der Schmelz-Zement-Grenze — am Zahnhals.
Dozent
Good. Now — why does dentin transmit pain when enamel doesn't?
Gut. Und warum leitet Dentin Schmerz, Schmelz aber nicht?
Student
Because of the dentinal tubules — they run from the pulp outwards.
Wegen der Dentintubuli — sie verlaufen von der Pulpa nach außen.
Dozent
Right. That's why exposed dentine at the cervical region is sensitive. Point to the pulp horn.
Richtig. Deshalb ist freiliegendes Dentin im Zahnhalsbereich empfindlich. Zeigen Sie auf das Pulpahorn.
Student
Here, under the cusp.
Hier, unter dem Höcker.
Dozent
Which is why a deep preparation under a cusp risks pulp exposure. Follow the canal down — what is at the end?
Genau deshalb droht bei tiefer Präparation unter einem Höcker eine Pulpaeröffnung. Folgen Sie dem Kanal nach unten — was ist am Ende?
Student
The apical foramen, where the nerve and vessels enter.
Das Foramen apicale, wo Nerv und Gefäße eintreten.
Dozent
Only one?
Nur eines?
Student
There can be accessory canals as well.
Es kann auch akzessorische Kanäle geben.
Dozent
Now orientate me. Which surface am I touching?
Jetzt orientieren Sie mich. Welche Fläche berühre ich?
Student
The mesial — it faces the midline.
Die mesiale — sie zeigt zur Mittellinie.
Dozent
And this one?
Und diese hier?
Student
Buccal, towards the cheek. On an upper tooth the opposite side is palatal; on a lower it's lingual.
Bukkal, zur Wange hin. Beim Oberkieferzahn ist die Gegenseite palatinal, beim Unterkieferzahn lingual.
Dozent
Correct. Make those four surfaces automatic — every chart, every referral letter and every exam question uses them.
Richtig. Diese vier Flächen müssen sitzen — sie stehen in jedem Befund, jeder Überweisung und jeder Prüfungsfrage.

Häufige Fehler

Vermeiden Sie diese häufigen Fehler

Falsch The molar has four cuspids on its biting surface.
Richtig The molar has four cusps on its biting surface.

Zwei ähnliche Wörter mit völlig verschiedener Bedeutung. Cusp ist ein Höcker auf der Kaufläche — Molaren haben vier oder fünf. Cuspid dagegen ist ein ganzer Zahn, nämlich der Eckzahn (canine), benannt nach seinem einen Höcker. Daher auch bicuspid für den Prämolaren mit zwei Höckern. Faustregel: Höcker zählt man an einem Zahn, cuspids im ganzen Kiefer.

Falsch Cement covers the root of the tooth.
Richtig Cementum covers the root of the tooth.

Eine tückische Paarung, weil beide auf dasselbe lateinische Wort zurückgehen. Cementum ist biologisch: die dünne mineralisierte Schicht auf der Wurzeloberfläche, in die die Fasern des Desmodonts einstrahlen. Cement ist dagegen ein Werkstoff — zinc phosphate cement, resin cement, luting cement. Im Deutschen heißt beides „Zement“, was den Fehler begünstigt. Merkhilfe: das Gewebe liefert cementoenamel junction, das Material liefert cementation.

Falsch The enamels on these teeth are worn and the dentins are exposed.
Richtig The enamel on these teeth is worn and the dentin is exposed.

Es handelt sich um Stoffnamen: enamel, dentin, pulp, cementum bilden keinen Plural und stehen mit Singularverb — the enamel is worn, auch wenn alle Zähne betroffen sind. Mengen drückt man mit Umschreibungen aus: a layer of enamel, areas of exposed dentin. Der Plural enamels existiert nur in der Lackindustrie und bedeutet Lacksorten.

Falsch There is decay at the tooth's neck.
Richtig There is decay at the neck of the tooth.

Direkte Übersetzung von „Zahnhals“. Im Englischen wird der Genitiv mit 's kaum für unbelebte Dinge verwendet, erst recht nicht in der Anatomie. Korrekt ist the neck of the tooth, the apex of the root, oder das Kompositum ohne Apostroph: tooth surface, root canal. Klinisch sagt man the cervical area beziehungsweise cervical third — daher cervical caries und cervical margin.

Falsch The enamel covers the crown that the dentist cemented on.
Richtig The enamel covers the anatomical crown of the tooth.

Das Wort hat zwei getrennte Bedeutungen. Anatomisch ist die anatomical crown der schmelzbedeckte Teil oberhalb des Zahnhalses, die clinical crown dagegen nur der tatsächlich sichtbare Anteil über dem Zahnfleisch. In der Prothetik ist eine dental crown eine gefertigte Restauration, umgangssprachlich cap. Deutsch „Krone“ deckt beides ab, deshalb im Englischen das Attribut ergänzen.

Über diese Liste

Vier Hartgewebe — und wo jedes endet

Enamel ist das härteste Gewebe des Körpers und bedeckt nur die Krone. Dentin liegt darunter und setzt sich in die Wurzel fort. Cementum bedeckt die Wurzel von außen. Pulp ist das einzige Weichgewebe im Inneren.

Die Grenzen zwischen ihnen haben eigene Namen und werden häufiger geprüft als die Gewebe selbst: cementoenamel junction — der anatomische Zahnhals — und dentinoenamel junction.

Anatomical crown und clinical crown sind nicht dasselbe

Die anatomical crown ist der schmelzbedeckte Anteil des Zahns und bleibt lebenslang gleich. Die clinical crown ist der in der Mundhöhle sichtbare Anteil. Bei Rezession wird die klinische Krone größer als die anatomische, bei Hyperplasie kleiner.

Eigene Stolperstelle: crown bedeutet in der Anatomie die Zahnkrone, in der Prothetik die künstliche Krone (dental crown). Ein Wort, zwei Fachgebiete.

Flächenbegriffe: ohne sie ist kein Befund lesbar

Sechs Richtungen decken die gesamte Nomenklatur ab:

  • mesial — zur Zahnbogenmitte, distal — von ihr weg
  • buccal — Außenfläche der Seitenzähne, labial — Außenfläche der Frontzähne
  • lingual — Innenfläche der Unterkieferzähne, palatal — Innenfläche der Oberkieferzähne
  • occlusal — Kaufläche der Molaren und Prämolaren, incisal — Schneidekante der Frontzähne
  • apical — zur Wurzelspitze, coronal — zur Krone

Daraus entstehen Einträge wie MOD restoration oder distal caries on the lower right second molar.

Dentin oder dentine

Amerikanische Lehrbücher schreiben dentin, britische dentine. Beides ist korrekt, und in einer Leseliste kommen beide vor — ebenso predentin und predentine.

Die lateinischen Pluralformen dieses Kapitels:

  • apexapices
  • foramenforamina
  • fossafossae
  • cingulumcingula

Zahnhals, Wurzelkanal, Höcker: Stolperstellen

  • Zahnhals ist neck oder cervix, das Adjektiv dazu cervical
  • Wurzelkanal ist root canal, niemals root channel
  • Höcker ist cusp; tubercle bezeichnet etwas anderes
  • Schmelzprismen sind enamel prisms oder enamel rods — beide Formen sind gängig
  • Deutsch Krone ist zweideutig wie im Englischen: anatomische Krone vs. prothetische dental crown

Häufig gestellte Fragen

Die Hartgewebe sind enamel (Schmelz), dentin (Dentin) und cementum (Wurzelzement), im Inneren liegt die pulp in pulp chamber und root canal. Äußerlich gliedert sich der Zahn in crown, neck und root, der an der root apex mit dem apical foramen endet. Oberflächenmerkmale heißen cusp, fissure, groove, pit und marginal ridge.

Zahnschmelz ist enamel /ɪˈnæməl/, Betonung auf der zweiten Silbe. Es ist ein Stoffname ohne Plural: the enamel is worn, niemals the enamels. Darunter liegt dentin, getrennt durch die dentinoenamel junction. Schmelzverlust heißt loss of enamel oder je nach Ursache erosion, attrition oder abrasion.

Cusp ist ein Höcker auf der Kaufläche — Molaren haben vier oder fünf. Cuspid ist ein ganzer Zahn, nämlich der Eckzahn, benannt nach seinem einzigen Höcker. Der Prämolar mit zwei Höckern heißt entsprechend bicuspid. Merkhilfe: Höcker zählt man an einem Zahn, cuspids im ganzen Gebiss.

Sie bezeichnen die Lage entlang des Zahnbogens: mesial zur midline hin, distal von ihr weg. Dazu kommen buccal (wangenwärts), labial (lippenwärts), lingual (zungenwärts), palatal (gaumenwärts), occlusal (Kaufläche) und incisal (Schneidekante). Kombiniert ergeben sie Kavitätenangaben wie MOD.

The neck of the tooth, mit of-Konstruktion — nicht the tooth's neck, denn der sächsische Genitiv passt hier nicht. Klinisch spricht man von the cervical area oder cervical third, daher cervical caries und cervical margin. Die anatomische Grenze selbst ist die cementoenamel junction.

Cementum ist lebendes Gewebe auf der Wurzeloberfläche, in das die Fasern des Desmodonts einstrahlen. Cement ist ein Werkstoff zum Befestigen — zinc phosphate cement, resin cement, luting cement. Da beide im Deutschen „Zement“ heißen, ist die Verwechslung häufig und im Englischen sofort auffällig.

Beide sind korrekt. Dentin ist die amerikanische Form und in internationalen Fachzeitschriften vorherrschend, dentine die britische Tradition. Das Adjektiv lautet in beiden Fällen dentinal, etwa in dentinal tubules. Innerhalb eines Textes sollte man konsequent bei einer Variante bleiben.

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