X-ray, radiograph, film: drei Wörter für eine Sache
- X-ray — die Strahlung, umgangssprachlich auch das Bild: I need an X-ray
- radiograph — der fachsprachliche Name des Bildes, so steht es in Unterlagen
- radiography — das Verfahren: digital oder conventional radiography
- film — der physische Träger, digital ersetzt durch sensor oder phosphor plate
Man sagt take an X-ray, im Protokoll steht expose a radiograph.
Vier Aufnahmearten und was sie zeigen
- periapical radiograph — der ganze Zahn samt Wurzelspitze und umgebendem Knochen; die Standardaufnahme der Endodontie
- bitewing radiograph — nur die Kronen von Ober- und Unterkiefer; die beste Aufnahme für Approximalkaries
- panoramic radiograph, auch orthopantomogram — beide Kiefer in einem Bild, zur Übersicht
- cone beam computed tomography — dreidimensionaler CBCT scan, für Implantatplanung und komplexe Endodontie
Dazu occlusal radiograph, cephalometric radiograph für die Kieferorthopädie und full mouth series. Die Grundteilung: intraoral gegen extraoral radiograph.
Geräte und Einstellung: X-ray tube, collimator, film holder, positioning device, bite tab, zum Schutz lead apron und thyroid collar. Parameter: exposure, exposure time, kilovoltage, radiation dose. Techniken: paralleling und bisecting angle technique.
Fehler heißen nach ihrem Aussehen: elongation, foreshortening, cone cut, overlapping contacts, blurred image, artifact.
Radiolucent und radiopaque: wie ein Bild gelesen wird
Zwei Wörter beschreiben das Aussehen im Bild, nicht das Verhalten der Strahlen:
- radiolucent — dunkel im Bild: Karies, Knochenverlust, Zyste, eine periapical radiolucency
- radiopaque — hell: Schmelz, Füllungen, Zahnstein, Metall
Der Rest eines Befunds: bone level, lamina dura und radiolucency als Sammelwort für eine Aufhellung.
Tests am Stuhl
Eine Aufnahme stellt keine Diagnose. Daneben laufen die klinischen Prüfungen:
- clinical examination, visual examination, extraoral und intraoral examination
- palpation, percussion test, mobility test, probing
- vitality test und pulp sensibility test: cold test, heat test, electric pulp test
- transillumination bei Frakturen, bite test, caries detector
Dokumentation: intraoral camera, clinical photograph, study model, diagnostic cast, dental charting, periodontal charting. Der Abschluss: diagnosis, differential diagnosis, provisional diagnosis, prognosis, bei Bedarf biopsy.
Aufhellung und Verschattung: die trügerischste Paarung
Das Deutsche beschreibt die Strahlendurchlässigkeit, das Englische das Bildaussehen — und damit wirken die Paare vertauscht:
- Aufhellung entspricht radiolucent, und im Bild ist die Stelle dunkel
- Verschattung entspricht radiopaque, und im Bild ist sie hell
Wer nach dem Aussehen übersetzt, dreht das Paar um. Merken Sie es über den Wortstamm: lucent lässt Strahlen durch, opaque hält sie zurück.
Weitere Punkte:
- Röntgenbild ist radiograph im Befund und X-ray im Gespräch
- Zahnfilm ist ein periapical radiograph
- OPG ist ein panoramic radiograph oder orthopantomogram — die Abkürzung versteht man auch englisch
- DVT entspricht dem CBCT scan, nicht einer gewöhnlichen CT
- Vitalitätsprüfung ist vitality test
- Perkussionsempfindlich ist tender to percussion